Meine Examensarbeit zur Osteopathie

Zusammenfassung

Studienziel:

Hat eine osteopathische Behandlung einen spezifischen Effekt im Hinblick auf die funktionelle Beeinträchtigung und die chronische Schmerzen bei einer Patientin mit chronischer Epicondylopathia humeroradialis?


Studiendesign:   Einzelfallstudie


Behandlungen:

Befundorientiert wurden die Dysfunktionen des viszeralen, parietalen und craniosacralen Systems behandelt. Es wurden insgesamt 4 Behandlungen ausgeführt mit einer Frequenz von 2 Behandlungen pro Monat


Zielparameter:

Zielparameter war zum einem die allgemeinen Einschränkungen des alltäglichen Lebens und natürlich Epicondylopathia humeroradialis typischen Schmerzintensität zu reduzieren. Um diese zu ermitteln, wurde ein Fragebogen von der Patientin vor der ersten Behandlung und eine Woche nach der letzten Behandlung ausgefüllt. Mit dem Fragebogen wurden Schmerz und Beeinträchtigungen des täglichen Lebens erfasst.  


Ergebnisse:

Es ist in dieser Fallstudie zu einer zu Linderung der Beschwerdesymptomatik  gekommen. So sind die Schmerzen nach  4 Behandlungen in Ruhe  komplett verschwunden und nur

bei manchen Bewegungen noch leicht bemerkbar gewesen, was die Patientin in ihrem täglichen Leben nicht mehr beeinträchtigt hat. Nach 3 Monaten ist die Pat. erneut befragt worden, die Beschwerden sind komplett verschwunden.


Schlussfolgerung:

Die individuelle osteopathische Behandlung der vorliegenden Dysfunktionen bei einer Patientin mit chronischer Epicondylopathia humeroradialis erbrachte nach vier Behandlungen eine deutliche Verbesserung der Schmerzintensität und drei Monate später waren die Beschwerden ganz weg. Weitere groß angelegte osteopathische Langzeitstudien müssten folgen, um zu prüfen, was Osteopathie bewirken kann und inwiefern Osteopathie eine auf Langzeit erfolgbringende Therapiemaßnahme bei chronischer Epicondylopathia humeroradialis darstellt.



Inhaltsverzeichnis

Seite

Vorwort/ Danksagung      

3

1. Einführung/ Einleitung  

5

1.1       Anatomie   

5

1.2       Pathologie   

5

1.3       Histopathologie

12

1.4      Diagnose und Differentialdiagnose

13

1.5       Konservative Therapiemöglichkeiten

14

1.6       Operative Therapiemöglichkeiten

15

2.        Osteopathische Beziehungen.

16

3.        Fragestellung

16

4.        Osteopathische Datenbanken

17

5.        Material und Methoden

17

5.1      Studiendesign   

17

5.2      Ein- und Ausschlusskriterien  

17

5.3      Primäre Zielparameter  

18

5.4      Sekundäre Zielparameter  

18

5.5      Messinstrumente

18

6         Studiendurchführung  

21

6.1      Ablauf    

21

6.2      Information / Einverständnis   

21

6.3      Einverständniserklärung

21

6.4      Dauer  

22

7         Befunderhebung

22

8.        Osteophatische Intervetionen      

27

9.        Auswertung des Therapierfolges

31

10.      Diskussion

32

10.1    Methoden / Ergebnisse

33

10.2    Schlussbetrachtung und Ausblick

33

11.      Anhang

34

12.      Literaturverzeichnis  

34

Vorwort/ Danksagung

Hiermit möchte ich der Salutaris Akademy sowie allen Dozenten danken für die gesamte Osteopathie-Ausbildung. Besonderen Dank möchte ich Jutta Biskup aussprechen, mit der wir zusammen gelernt haben und die mich in laufe der gesamte Ausbildung kompetent und hilfsbereit unterstützt hat. Außerdem danke ich meiner Frau, die  immer an mich geglaubt und mir vertraut hat.

1. Einführung/ Einleitung

Die Epicondylopathia humeroradialis gehort zu den Insertionstendopathien, deren Entstehung man auf chronische Abnutzungs- und Irritationsvorgänge in

exponierten Sehnenansatzzonen zurückführt. Die Epicondylopathia humeroradialis kommt zehnmal häufiger als die Epicondylopathia humeroradialisulnaris, meistens ist die dominante Seite betroffen. Die "Epicondylopathia humerioradialis", wird auch als "Tennisellbogen" bezeichnet, obwohl prozentual gesehen nur wenige der Erkrankte Tennis spielen. Viel häufiger wird es auch als "Epicondylitis" bezeichnet obwohl bei dem Krankheitsbild nicht unbedingt eine akute oder chronische Entzündung vorhanden ist. Ich bin zum Thema Epicondylopathia humeroradialis für meine osteopathische Abschlußarbeit gekommen, da ich in meiner Praxis viele Patienten mit dem Krankheitsbild behandelt habe. Da es bei viele Patienten mit chronischen  Epicondylopathia humeroradialis  keine Trauma die Ursache war und ihre Beschwerden nicht auf sportartspezifischen Bewegungen, oder übermäßige Belastung zurückführen waren, nahme ich an, das noch weitere Faktoren eine entscheidende Rolle mitgespielt haben. Hier stellte ich nur fest, das bei den Beschwerden nicht nur parietale  sonder auch viszerale und craniosacrale Lesionen mitbehandelt werden sollen.


1.1 Anatomie

Das distale Humerusende und die proximalen Enden des Radius und der Ulna bilden das Ellenbogengelenk. (Articulatio cubiti) Im Ellenbogengelenk sind folgende Bewegungen möglich:

Alle drei Gelenke verfügen über eine gemeinsame Kapsel die von Ästen des N. muskulocutaneus, N. ulnaris und N. radialis innerviert wird.


Am Epicondylus lateralis haben eine Reihe von Unterarmmuskeln ihren Ursprung: der M. ext. Digitorum (F. Dosalflexion im Handgelenk und Fingerstreckung), M. ext. digiti minimi(F. Abduktion und Dosalflexion im Handgelenk, Stereckung des Kleinfingers),  M. ext. Carpi radialis brevis(Streckung und Radialabd. im Handgelenk), M. ext. carpi radialis longus (Beugung im Ellebogengelenk, Streckung und Radialabd. im Handgelenk), und M. supinator ( Supination). Gemeinsame Innervation N. Radialis. Muskeln, die am Epicondylus medialis entspringen, sind der M. pronator teres (Caput humerale), M. flexor carpi radialis, M. palmaris longus, M. flexor carpi ulnaris (Caput humerale) und M. flexor digitorum superficialis (Caput humeroulnare). Die Muskeln der medialen Gruppe beugen im Ellenbogen (M. pronator teres – Caput humerale), beugen in den Handgelenken, abduzieren radialwärts, beugen in den Grund- und Mittelgelenken des 2.-5. Fingers und spannen die Palmaraponeurose. Die Flexoren werden vom N. medianus und vom N. ulnaris innerviert.

Für die Versorgung des lateralen und dorsalen Schmerzfeldes bis zum Capitulum radii kommen 3 Nervenäste in Betracht, die sich vom Hauptstamm des N. Radialis im Oberarmbereich ableiten:

Der sensible N. cutaneus antebrachii posterior (dorsalis) zieht zur Haut und Unterarmstreckseite über den Epicondylus lateralis im Bereich dessen Spitze und

zu den Ursprüngen der radialen Extensoren.

Die Rr. musculares n. radii innervieren den M. triceps brachii, M. anconaeus,

M. articularis cubiti, M. brachioradialis und M. extensor carpi radialis longus motorisch.

Der Ramus collateralis n. radialis verläuft mit den Vasa collateralia zur Außenseite der Regio supracondylaris. Der darunter liegende Bereich dorsal wird von dem R. muscularis anconaei versorgt. Einzelne sensible Fasern entspringen den Muskelästen der Extensoren und versorgen das Periost der Gelenkregion. Es existieren auch sensible Fasern, welche zum Lig. anulare hin ziehen. Das Areal des medialen Epicondylus wird von sensiblen Fasern des N. ulnaris versorgt. Der N. cutaneus antebrachii med. teilt sich oberhalb des Ellenbogengelenkes in einen R. anterior und einen R. ulnaris auf. Der R. ulnaris folgt dem Verlauf der ulnaren Muskulatur [1]


1.2 Pathologie

Runge (1873) machte eine Reizung des Periost durch Muskelzug und direktes Trauma im Bereich der Insertionsstelle der Radialextensoren für diese Erkrankung

verantwortlich. Seiner Meinung schlossen sich eine Reihe von Autoren an:

1920 behandelte v. Goedel 22 Patienten mit Epicondylopathia humeroradialis, wobei 6 Patienten ein direktes Trauma als ursächlich angaben, aber die restlichen 16

Patienten sich keines Traumas bewusst waren. Mit diesen Patienten beschäftigte sich v. Goeldel genauer und ließ bei der Operation entferntes Knochenmaterial histologisch untersuchen. Es fand sich lamellärer Knochen mit metaplastischem Umbau und außerdem teilweise verkalktes Knorpelgewebe mit periostaler Knochenneubildung. Er vermutete daher einen Zusammenhang zwischen den gefundenen degenerativen Veränderungen an Knochen und Knorpel und einer systemischen Stoffwechselstörung. Thomsen postulierte 1935, dass eine Entzündung der Extensorenmuskulatur zugrunde liegt, welche sich auf das Periost ausdehnt und zu einer Irritation und Neuritis führt. 1954 untersuchten Corrandi und Schneider Sehnenendstücke an Leichen und fanden bei 78% eine Tendolipidose. Die Sehne ist ein bradytrophes Gewebe, in welchem beim langsamen Durchtritt der fetten Lymphe leicht Lipidtröpfchen hängen bleiben können. Dies erklärt auch den inselförmigen Charakter der Lipoidose, welche Corrandi und Schneider fanden.Die Entzündung eines nicht regelmäßig vorkommenden Gewebes, nämlich einer Bursa des Radiohumeralgelenkes, machte 1922 Osgood, 1929 Dittrich und 1950 Hughes für die epikondylopathischen Beschwerden verantwortlich. Durch eine Bursektomie konnte eine Beschwerdefreiheit bzw. -linderung erreicht werden. Sowohl Trethowan (1929) als auch Bosworth (1955) berichteten von Synovialzotten, welche sich durch die Einklemmung zwischen Radius und Humerus entzünden und hyperämisch wurden. Sie empfahlen, genau wie später Moore (1953) die Entfernung des entzündeten Gewebes. Bosworth folgert weiterhin, dass dem Ringband bei der Schmerzentstehung eine wesentliche Rolle zukommt. Dies kommt durch die besondere Osteologie des Radiusköpfchens zustande. Das Radiusköpfchen ist nämlich nicht ganz rund, nicht konzentrisch zum Radiusschaftquerschnitt, und an dem einen Rand höher als am anderen. Weiterhin ist es verschieden breit am äußeren Rand und an der äußeren Grenze nicht weich gerundet, sondern unregelmäßig in der Kontur. So drückt das Ringband bei der Drehung des Radius um die Ulna (aus Supination und Pronation) auf den Radiuskopf, der Radius vollführt eine exentrische Drehung. Auf diese Art und Weise wird das Lig. anulare radii mit der Zeit geschädigt im Sinne einer Drucknekrose. Newmann und Goodfellow (1975) lenkten ihr Augenmerk auf die knorpelige Umhüllung des Radiusköpfchens. Sie wiesen degenerative Veränderungen im Radiusknorpel durch ein fibrillär verändertes Lig. anulare radii nach. Diese kommen meist im posteromedialen Teil des Radiusköpfchens vor, das heißt der größte Schmerz tritt bei Pronation und Palmarflexion des Handgelenkes auf, wenn nämlich die Extensorenaponeurose auf den Knorpel drückt. Durch fortschreitende Auffaserung des Radiusköpfchens kommt es bei der Drehung desselben zu Reibungen im Ringband, welche für die epikondylopathischen Beschwerden verantwortlich sind. Roles und Maudsley beschrieben in ihrer Studie von 1972 das „Radialistunnelsyndrom“. Ebenfalls Mittelbach (1972), Wilhelm (1976), v. Torklus (1977) und Thomas (1980) glaubten, dass den Beschwerden eine Neuritis des N. radialis, hervorgerufen durch eine Einklemmung desselben beim Durchgang durch den M. supinator, zugrunde liegt. Wie schon 1936 Cyriax postulierte, glaubten auch Coonrad und Hooper (1973), dass es sich bei diesem „Syndrom“ um makroskopische und/oder mikroskopische Risse der Extensorenaponeurose am Epicondylus humeri lateralis handelt. In histologische Studien haben sie bei 28 von 39 operierten Patienten Risse der Sehnenränder gefunden.


In Anlehnung an die Studien von Coonrad und Hooper sprechen Beenisch und Wilhelm (1985) von mikroskopischen „Ermüdungsrupturen“ der Extensorenaponeurose.

Briggs und Elliott (1985) verfolgten die Theorie, dass es sich bei der Epicondylopathia humeroradialis um ein Impingementsyndrom handelt. Das Radiusköpfchen würde durch Druck auf den M. extensor carpi radialis brevis und longus bei Pronationsbewegungen die Schmerzsymptomatik auslösen. Cantero (1987) vertrat die Meinung, dass durch den Zug des M. supinator am Ringband eine Synovitis im Art. humeroradialis entsteht. Neuere Untersuchungen von Oskarsson und Mitarbeitern (2006) zeigen das eine herabgesetzte Mikrozirkulation und ein anaerober Metabolismus im M. Extensor carpi radialis brevis zu den Symptomen einer Epicondylopathia humeroradialis beitragen. Sie konnten signifikante Unterschiede bezüglich der intramuskulären Mkrozirkulation im betroffenen M. extensor carpi radialis brevis gegenüber der gesunden Gegenseite bei gleicher Temperatur und Hautdurchblutung feststellen. Sie postulierten, dass es eine positive Korrelation gibt zwischen der Dauer der bestehenden epikondylopathischen Symptomatik und der Differenz der intramuskulären Mikrozirkulation zwischen betroffenem Muskel und der gesunden

Gegenseite.Zusammenfassend lässt sich jedoch sagen, dass, so vielseitig die unterschiedlichen Erklärungsansätze zur Pathogenese der Epicondylopathia humeroradialis auch sind, sich in der Literatur die meisten Autoren einig sind, dass es sich hierbei um ein multifaktorielles Geschehen handelt.



1.3 Histopathologie

Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass histologische Veränderungen im Bereich der Sehnen mit entsprechender Sehnendegeneration und reparativen Vorgängen

n einem gewissen Prozentsatz der Fälle sicherlich auch zu persistierenden Beschwerden durch chronische Veränderungen der Extensorenplatte führen können.

Histologisch kommt es zunächst zu einer Zunahme der kollagenen Faserstruktur mit Fragmentierung der elastischen Faseranteile. Eine Dehydratation der Grund-

substanz sowie eine Abnahme der Bindegewebszellen werden beobachtet. Im weiteren Verlauf kommt es dann zur Tendolipidose mit Einlagerung feinster Lipid-

tröpfchen, die in eine allgemeine Verfettung der Sehnenanteile übergeht. Später sind histologisch ödematöse Auflockerungen der Sehnenfasern und die Ausbildung

Von Nekroseherden mit Hyalinablagerungen zu beobachten. Hier sind häufig lokal reparative Veränderungen mit Gefäßneubildungen, Vermehrung von Mesenchymzellen

und Fibroblasten mit der Ausbildung von Proliferationsgewebe, welches dann in eine sehnenähnliche Narbe übergeht, zu sehen. Beim Fortschreiten der Degeneration

können histologisch nekrobiotische Kalkschollen im Bereich der Sehnenbündel nachgewiesen werden, die bei entsprechender Größe auch ein radiologisches Korrelat

aufweisen. Im weiteren Verlauf kann es zu mikroskopisch nachweisbaren Sehnenfaserrupturen kommen, die z. T. das Ausmaß makroskopischer Sehneneinrisse

annehmen können (Rubenthaler and Wittenberg 2001). 1979 konnten Nirschl und Pettrone konstant unreife, fibroblastische und vaskuläre Strukturen in entnommenen

Gewebsanteilen feststellen. Parallel zu diesen Prozessen kommt es zu einer Invasion von Entzündungszellen, wodurch zunächst angenommen wurde, dass es sich um

eine entzündliche Erkrankung handelt (Uhthoff and Sarkar 1980). Sautter-Bihl (1993) befand eine lokal entstandene Azidose für entscheidend für die Entstehung der

Schmerzsymptomatik. Heute ist man aber der Meinung dass die entzündliche Komponente nur sekundären Charakter besitzt und die mechanische Überbean-

spruchung mit den daraus resultierenden mikroskopischen und makroskopischen Veränderungen der maßgebliche ätiologische Faktor bei der Entstehung dieser

Erkrankung ist. Wadsworth (1987), Chard und Hazleman (1989) postulierten, dass es sich um eine degenerative Erkrankung der Sehnen und ihrer Insertionsstelle

handle, welche ein erhöhtes Traumatisierungsrisiko mit sich bringt, da die Erkrankung gehäuft bei Patienten zwischen dem 35 und 50. Lebensjahres auftritt. [3]



1.4 Diagnose und Differentialdiagnose

Da es bei Epicondylopathia humeroradialis um ein multifaktorielles Geschehen handelt, tehen bei der Diagnose Schmerzen und Funktionsstörungen im Vordergrund.

Meistens treten Schmerzen in der Umgebung des lateralen Epikondylus auf die bis in die Finger ausstrahlen können. Beanspruchung des Armes, besonders der Hand und Fingergelenke ist in meisten Fällen sehr schmerzhaft, diese Schmerzen können in manchen Fällen sogar so weit führen, dass auch leichte Tätigkeiten, wie zum Beispiel Kaffe trinken durch die Schmerzen stark behindert werden. In akuten Fasen ist nächtlicher Schmerz auch keine Seltenheit. Es sollten aber auf jeden Fahl weitere mögliche Erkrankungen ausgeschlossen werden. Wie z B. :


Über die Provokationstests, kann die  Diagnose gesichert werden. Druckschmerz über dem Epicondylus humeri radialis, Dorsalextension der Hand gegen Widerstand, Dorsalextension des Mittelfingers gegen Widerstand, anheben eines Stuhls bei gestrecktem und leicht proniertem Unterarm



1.5 Konservative Therapiemöglichkeiten

Es gibt eine Reihe konservativer Therapiemöglichkeiten bei Pat. mit der Epicondylopathia humeroradialis, die meisten konzentrieren sich auf die Schmerz Symptomatik. Die konservative Therapie hat gute Erfolge, es ist aber keine Seltenheit, dass die Beschwerden nach einer Weile wieder auftreten.


1) Physiotherapie beinhaltet passive und aktive Techniken zu Unterstützung und Stimulierung der Regenerationsvorgänge des degenerierten Gewebes.


2) Salbeneinreibungen und Umschläge werden sehr oft von den Patienten zu beginn der Erkrankung angewendet.


3) Orale Medikamenteneinnahme Nicht-Steroidaler-Anti-Rheumatika und verschiedenen

Entzündungshemmer.

4) Kryotherapie hat eine entzündungshemmende Wirkung, was bei Trauma und Entzündung in Anfangsstadium eine Schmerzlinderung bringt.  


5) Elektrotherapie z.B. Reizstrom, eventuell in Verbindung mit Iontophorese.


6) Injektionstherapie mit Glukokortikoiden und Lokalanästhetikum die manchmal ungewünschte Nebenwirkungen (Gewebsnekrosen, Hautatrophien,

Pigmentverschiebungen) verursachen können und eine hohe Rezidivquote haben.


7) Injektionstherapie mit Eigenblut. In einer Studie nach Connell und Mitarbeiter (2006)

Wurde die visuelle Schmerzanalogskala verwendet zu Beginn der Therapie 9 Punkte, nach 4 Wochen 6 Punkte und 6 Monaten 0 Punkte. Des Weiteren konnte sono-graphisch nach 6 Monaten eine durchschnittliche Verringerung des Durchmessers der Sehne des M.extensor carpi radialis brevis von anfangs 5,15 mm auf 4,82 mm gemessen werden.


8) Lokale Injektionen mit Botulinumtoxin A, kann in manchen Fällen zu eine leichte Fingerstrecklähmung führen.


9) Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) Die klinische Wertigkeit der ESWT in der Weichteilbehandlung ist bislang noch nicht eind Es gab eine Langzeit Studie über 12 Monate die gezeigt hat, dass es eine Behandlung mit Akupunktur eine Besserung des Beschwerdebildes gebracht hat.


1.6 Operative Therapiemöglichkeiten

Bei Therapieresistenz mit konservativen Maßnahmen über eine Zeitdauer von mindestens 3 Monate, kommt eine operative Therapie in Frage. Es gibt sehr viele unter- schiedliche Operationsmöglichkeiten. Der Grund verschiedener OP Techniken liegt daran, dass die Schulmediziner bis jetzt nicht zu einer Einigung gekommen sind, was die Ursache diese Erkrankung ist und welche Strukturen für den Schmerz verantwortlich sind.




2. Osteopathische Beziehungen.


1) Neurologische Beziehungen

Sympatische Innervation des Ellebogens: Th1 – Th 4

Dysfunktion im Wirbelsegment C5 / C6 oder C6 / C7 N. radialis

Dysfunktion der ersten Rippe


2) Vaskuläre Beziehungen

venolymphatisch: Lymphabflussstörungen im Bereich der Schulter bei Verquellungen/Ödeme/Druckempfindlichkeit der Achselhöhle.

arteriell: Versorgunsbeenträchtigungen im Bereich der Scalenuslücke und unter dem M. pectoralis minor können besonderes bei chronischen Beschwerden  im Bereich der distalen oberen Extremität ( wie Epikondylitiden, Karpaltunnelsyndrom etc.) die Ursache sein. . [4]


3) Mechanische Beziehungen

muskuläre Beziehung zur Scapula, zum Thorax und HWS

eingeschränkte Funktion der Handwurzelknochen überfordert oft die Extensoren, die Folge kann ein „Tennisellenbogen“ sein

Traumen und Operationen können Spannungszustände der Membrana interossea antebrachii hervorrufen, die wiederum  zu rezidivierenden Dysfunktionen im Ellenbogengelenk führen können. [4]

Faszien der oberen Exremität haben Verbindungen zu Fascia cervicalis superficialis,

Faszie des M. latissimus dorsi, über septum intermusculare zu Periost, über Fascia clavi-pectoro-axilaris zu Fascia cervicalis media, Haut, Endungen in Bereich der Finger. [5]


3.   Fragestellung
Kann die osteopathische Behandlung bei einer Patientin mit chronischer
Epicondylopathia humeroradialis die Schmerzsymptomatik hinsichtlich der Schmerzintensität verbessern, bzw. beseitigen?  


4.  Osteopathische Datenbanken

In Rahmen der Literatursuche wurden folgenden Datenbanken genuzt:

Datenbank der IAO

Datenbank der BAO

Datenbank der AFO

Datenbank der Wiener Schule für Osteopathie


5.  Material und Methoden

 

5.1  Studiendesign


Einzelfallstudie


5.2  Ein- und Ausschlusskriterien


a) Einschlusskriterien:

Eine 66 Jahre alte Bürokauffrau, die seit über einem Jahr an Epicondylopathia humeroradialis leidet.

 

b) Ausschlusskriterien:



5.3 Primäre Zielparameter

Schmerzintensität

  

5.4 Sekundäre Zielparameter

Kraft


5.5 Messinstrumente

Es wurden drei identische Fragebögen (10 spezifischen Fragen) zur Dokumentation der Beschwerdesymptomatik und Schmerzintensität von der Patientin ausgefühlt:

einen Fragebogen vor der ersten Behandlung, einen zwei Wochen nach der letzten Behandlung und einen drei Monate später. In dem Fragebogen ist die maximal erreichbare Punktzahl 100, was sehr starker Schmerz und starke Einschränkungen im Alttag und Beruf bedeutet. Minimal erreichbare Punkt zahl ist 10, was kein Schmerz und keine Einschränkungen im Alttag und Beruf  bedeutet. Ein anderer Fragebogen wurde von der Pat. zwei Wochen nach der letzte Behandlung  und drei Monate danach ausgefühlt, um Therapieergebnisse aus der Sicht des Pat. selber zu beurteilen.




Fragebogen 1


Name................................... Vorname.................................  Datum ……………..

Bitte die Ziffer einkreisen, welche den Zustand Ihres Ellenbogengelenkes

zwischen den beiden  am Besten beschreibt.




1. Schmerzt Ihr Ellenbogen

nein    1  2  3  4  5  6  7  8  9  10                                                     immer                   



2. Können Sie den gebeugten Ellenbogen ohne einen Gewicht ( Widerstand ) in der Hand drehen?

problemlos                     1  2  3  4  5  6  7  8  9  10                           mit großen Schwierigkeiten




3. Können Sie eine volle Einkaufstasche vom Boden hochheben?

problemlos                      1  2  3  4  5  6  7  8  9  10                           nur mit Schmerzen




4. Können Sie Gegenstände sicher festhalten?

Problemlos                     1  2  3  4  5  6  7  8  9  10                            nein

  



5. Können Sie bei gestrecktem Arm Kaffe aus einer vollen Kanne eingießen?

ja geht                           1  2  3  4  5  6  7  8  9  10                             gar nicht




6. Wachen Sie nachts wegen Schmerzen im Ellenbogen auf?

Nie                                1  2  3  4  5  6  7  8  9  10                              häufig




7. Bereitet Ihnen das Auswringen eines nassen Lappens Schmerzen ?

nein                               1  2  3  4  5  6  7  8  9  10                              ja, sehr




8. Kommt es vor, dass wenn Sie den Ellenbogen bewegen wollen,

diese Bewegung nicht ausgeführt werden kann?

nein                               1  2  3  4  5  6  7  8  9  10                            kommt häufig vor




9. Haben Sie einen vom Ellenbogen ausstrahlenden Schmerz ?

nein                               1  2  3  4  5  6  7  8  9  10                             ja sehr stark

 



10. Haben Sie auf Grund der Ellenbogenbeschwerden Einschränkungen in Ihrem täglichen Leben?

nein                              1  2  3  4  5  6  7  8  9  10                              ja sehr



Fragebogen 2


Bitte Ihre eigene Einschätzung. Bewertungskriterien der Therapieergebnisse:

Name................................... Vorname.................................                 Datum ……………..








sehr Gut:

- kein Schmerz auch bei schweren Belastungen, keine Bewegungseinschränkungen.





Gut:

- gelegentlicher Schmerz nach schweren Belastungen, keine Bewegungseinschränkungen.





Befriedigend:

- Beschwerden nach leichten Belastungen, Druckschmerz, subjektiv besser als vor der Therapie



Schlecht:

- Beschwerden unverändert



6.  Studiendurchführung


6.1  Ablauf


-  Ärztliche Diagnosestellung

-  Info/ Einverständnis des Patienten

-  Anamnese nach osteopathischem Schema (s. Anhang)

-  Fragebogen 1,  wird vor dem ersten  Termin ausgefüllt

-  Osteopathische Untersuchung nach Untersuchungsschema (s. Anhang)

-  Osteopathische Behandlung der vorgefundenen Dysfunktionen

-  Drei weitere osteopathische Untersuchungen und Behandlungen der vorgefundenen          Dysfunktionen im Abstand von ca. 14 Tagen

- Nach der Therapieende hat die Pat. Tipps und Übungen für Zuhause bekommen. Ziel ist den Behandlungserfolg weiterhin zu unterstutzen und evt. manche Einschränkungen in der Zukunft selber vorbeugen zu können.  

-  Zwei Wochen nach der Behandlungsende, werden die Fragebogen 1 und Fragebogen 2 (eigenen Einschätzung der Therapieergebnisse) von der Patientin ausgefüllt.                     

-  Drei Monate  später wird die Patientin untersucht und füllt noch mal die  Fragebögen 1 + 2 aus.


6.2  Information/ Einverständnis

Die Pat. wurde über Osteopathische Untersuchung und Behandlung informiert. Eine schriftliche Einverständniserklärung zur Teilnahme an der Studie liegt vor.



6.3  Einverständniserklärung

Hiermit stelle ich mich für eine Osteopathische Studienarbeit zur Verfügung. Meine daten dürfen zu Studienzwecken ausgewertet und an Dritte weitergegeben werden. Ich wurde über Durchführung und Auswirkungen einer osteopathischen Behandlung aufgeklärt und stimme hiermit der Behandlung zu. Des Weiteren versichere ich mich nicht in anderer Therapie zu befinden und keinerlei Schmerzmedikamente während der Studienzeit einzunehmen.



6.4  Dauer

Es werden vier osteopathische Behandlungen im Abstand von zwei Wochen durchgeführt. Jede Behandlung dauert 40 - 60 Minuten. Nachkontrolle 14 Tage nach der letzte Behandlung und noch ein mal drei Monate nach der Behandlungsende.


7. Befunderhebung

Allgemeine Anamnese Durchgeführt am  10.08.09

Name  K.A.

Geburtsdatum   11.02.43

Motiv der Osteopath. Behandlung  Ellebogenschmerz re. aussen

Behandelnder Arzt Dr. Gross (Algemeinarzt)

Dr.Göbel  (Orthopäde)

Medikamente ASS 100 zweimal in der Woche Laut Hausarzt zur vorbeuge. Dolomo oder Thomapyrin gegen Migräne.  

Erkrankungen leichte Hyperthyreose (keine Med. )

Verletzungen /Unfälle   Keine  

OP  2 mal Kaiserschnitt am14.03.66 und 19.03.69. /  März 1972  Ovarialzysten re. Ovar entvernt. Grauer Star auf beiden Seiten.

Erbliche Prädisposition  keine

Das Algemeinbefinden gut

Familie  Die Pat. wohnt in einem Einfamilienhaus mit Ihrem Mann der vor 5 Jahren an Hydrocefalus erkrankt und seitdem auf hilfe angewiesen ist.

Beruf Ein mal in der Woche 7 Std. als Bürokraft   

Sport/ Hobby  Nordic walking 1-2 x Wo. Crosstrainer 1-2 x Wo.


Spezielle Anamnese

Seit wann bestehen Ellebogenbeschwerden? Ca. 2 Jahre, seit halben Jahr unerträglich

Gab es einen Auslöser, (eine Tätigkeit, eine Verletzung) die Ihren Schmerz provoziert hat? nein

Rechtshänder oder Linkshänder? Rechtshänder  

Qualität des Schmerzes.  Der Schmerz wird von der Pat. stehend und grausam beschrieben.

Wann schmerzt? Hauptsächlich bei Belastung. Aber auch in Ruhe

Was lindert den Schmerz?  Kälte

Was verstärkt den Schmerz?  Bewegung und Wärme

Welche Untersuchungen sind bis jetzt gemacht worden?

 Wurde von Algemeinarzt und Orthopäden  untersucht. Apparative Untersuchungen (Röntgen)  

Wie ist bis jetzt behandelt worden?  Akupunktur, Chiropraktik, Dehnungsübungen, Eis, Schmerzmittel.


Systeme

 

Kopf (Augen, Nase, Ohren) Migräne mit Schwindel begleitet. Ein mal in der Wo. Grauer Star, Lesebrille   

Mund/ Kiefer  o.B.

Wirbelsäule Seit Jahren Beschwerden in LWS

untere Extremität Knieschmerz beidseits ( laut Arzt Meniskusschaden und Arthrose. Krampfadern.

obere Extremität Sei 12 Jahren Schulterschmerz re. In Moment ist ok.

Herz / Kreislauf  Seit Jahren Hypotonie ca. 110 / 70

Lunge/ Atmung o.B.

Milz  o.B.

Pankreas o.B.

Magen Druckgefühl beim Stress, kann schlecht durchatmen. Sodbrennen.

Darm / Stuhlgang o.B.

Leber / Galle Vor ca. 10  Jahren Schmerz im Bereich Leber/Galle. Die Ursache nicht festgestellt. Nach Monaten von selber vergangen.

weibliche Geschlechts Organe Siehe OP

Urogenitaltrakt  3 x Blasenentzündung

Immunsystem  o.B.

Unverträglichkeiten  o.B.

Allergien  Penicillin

Schlaf  gut

Psyche  Stabil

Sensibilität / Temperatur o.B

Puls / Blutdruck Puls 96 in der Min. (regelmäßig )

RR 116 / 78


Inspektion

  

Von Ventral: Hallux Valgus beidseits li. > re. / SIAS li tiefer. re. Acromion höher .

Von Dorsal: Calcaneus re. und li. in varus. Crista Iliaca li. tiefer.

Von der Seite (ventraler / dorsaler Typ) Posteriorer Typ

Gang:  Etwas asymetrisch. Der Schritt li. ist kleiner.

Hautbeschaffenheit Leicht Trockene Haut

Aktive Bewegungstests

  

Untere Extremität o.B.

Obere HWS Rotation re. < li.

Untere HWS Lat. Flex. re. < li. / Rotation re. < li. Flex. - - Ext. ++


BWS Lat. Flex. re. > li. / Rotation re. < li. /

Flex. ++  Ext. - -

LWS Lat. Flex. re. < li. / Rotation re. > li /

Flex. - - Ext. ++

Rippen In Expir.

Schulter / Arm re. in alle Richtungen ein Wenig eingeschränkt.

Ellebogen re.Supination / Pronation - -  

Hand Re. Palmarflex. - - / Dorsalex. - -



Safety

Es wurden alle notwendige Safety Test durchgeführt. Es besteht keine Einschränkung für die Osteopathische Behandlung.

 


Osteopathische Untersuchung überwiegend Parietales System.

 

Osteopathischer Befund

Globallistening im Stand        Gewebespannung re. Seite  

Vorlauftest im Stand  re. positiv   

Globallistening im Sitz Gewebespannung re. Seite  

OAA Occiput in Ex. und SR li.

Atlas in Translation  li.   

HWS Lordose ++

BWS Kyphose++ ,  Th 3 – Th4 ERS li., thorakoumbaler Übergang sehr eingeschränkt

LWS  und Os sacrum Lordose ++ , Os sacrum in bilateraler Nutation.  

Rippen


Rippen Der gesamte Thorax ist in Inpiration Stellung und Mob. sehr eingeschränkt.

Die Costosternalgelenke sind komprimiert und gereizt. Triggerpunkte im 1.- 7. ICR

Die erste Rippe re. ist Blockiert  

Vorlauftest im Sitz / Stand

Ilium ant./ post. Deferenzierung Ilium posterior re.

UE  o.B.  

Flexibilität der endothorakalen

Faszien und Sternum Mob. stark eingeschränkt

Zervikopleurale Aufhängestruk-

turen Lesion der Ligg. Vertebropleurale, Kostopleurale und Transversopleurale re  .> li

Epigastrische Winckel Tonus ++

Lokallistening am Bauch Gewebespannung in Regio hypochondrica dextra un Regio epigastrica

Lokallistening am Thorax  Gewebespannung re. obere Thoraxapertura

SCG In poterior Lesion re. und li.

ACG re.  cranial

Skapulothorakalegleitebene Scapulothorokales Gleiten re./li. in alle Richtungen eingeschränkt.  

Artik. humeri Art. humeri gleiten nach caudal --.  

Weichteilpalpation Schultergürtel Muskeltonus :  M. pectoralis min., maj.re. und li.++, M. Subclavius re. ++ M.Trapezius re. / li. ++  Spannung der gesamten po- sterioren und lateralen Armfaszie

 

Palpation / Tests von  Ellebogen und  

Unterarm der Rechte Seite. Schmerz bei palpation von Lig. anulare , Ursprung und Verlauf des M. extensor carpi radialis brevis.

Thomsen-Test positiv.

Art. humeroulnaris o.B.

Art. humeroradialis Dysfunktion in Posteriorität

Art. Radioulnaris proximalis o.B.

Art. radioulnaris distalis Gleiten nach anterior und posterior eingeschränkt  

Art. radiocarpalis Os lunatum in Posteriorität

Art. mediocarpalis o.B.

Art. carpometacarpa-lis pollices o.B.

Artt. carpometacarpa-lis  II - V o.B.

Artt. metacarpophala-ngeae I - V o.B.

PIP o.B.

DIP o.B.  

 

Osteopathische Untersuchung überwiegend viszerales System.

  

thermische Test Regio hypochondrica dextra un Regio epigastrica ++

craniocervikales Diaphragma ++

cervikothorokales Diaphragma ++

thorakoabdomina-les Diaphragma ++

Diaphragma pelvis ++

Perkussion Leber +

viszerale Tension o.B.

Aorta abdomimalis o.B.

Puls Palpation an alle bekannte Stellen Arteria radialis re. schwächer als li.

Arteria dorsalis pedis li. schwächer als re

Viszerale Halsloge Alle Blätter der Halsfaszie in Dysfunktion  

Mundboden o.B.

Perikard Ligg. sternopericardiacum in Dysfunktion

Lunge Mobilität in ganzen - - -

Leber/Galle Kongestioniert, Lig . Hepatoduodenale in Dysfunktion

Milz o.B.

Pankreas o.B.

Magen Omentum min. und Lig phrenicogastrikum in Dysfunktion

Duo Duo. II in Dysfunktion

Dünndarm o.B.

Kolon o.B.

Rektum o.B.

Blase  Lig. Pubuvesicale in Dysfunktion re.> li

 Membrana obturatoria re. ++

Uterus Spanungen in Bereich der Narbe

 ( Kaiserschnitt)

Niere o.B.


Osteopathische Untersuchung überwiegend Kraniosakrales System

  

Palpation der Suturen Lision der Sutura squamosa re., Sutura parieto mastoidea re., Sutura occipito mastoidea re.

Wahrnehmung des Muskeltonus M. temporalis re., M. masseter re.,

M. pterügoideus med. re.

Os frontale o. B.

Os sphenoidale o. B.

Os zygomaticum o. B.

Maxilla o. B.

Os palatinum o. B.

Orbita o. B.

Os parietale o. B.

Os temporale Innenrotation

Mandibula o. B.

Os occipitale o. B.

Palpation PRN o. B.

Palpation Dura mater spinales Restrektion in obere BWS


8. Osteophatische Intervetionen  

    

                                                                    


Osteopathische Dysfunktionen

 

1. Behandlung

OAA / Occiput in Ex. und SR li.

Atlas in Translation  li.   Behandlung des OAA Bereich über die Weichteile.

Manipulation von  Occiput

HWS/ Lordose ++   

BWS/ Kyphose++ ,  Th 3  ERS li., thorakoumbaler Übergang sehr eingeschränkt Mobilisation Th3, Dekoaptation von thorakoumbaler Übergang  

LWS  Lordose ++ , Os sacrum in bilateraler Nutation.  

Rippen/ Der gesamte Thorax ist in Inpiration Stellung und von Mob. sehr eingeschränkt.

Die Costosternalgelenke sind komprimiert und gereizt. Triggerpunkte im 1.- 7. ICR

Die erste Rippe re. ist Blockiert Manipulation Coste I


 

Ilium posterior re. Dekoaptation von symphysis pubis, Mob. Ilium nach posterior

Lesion der Ligg. Vertebropleurale, Kostopleurale und Transversopleurale re  .> li  

SCG/ In poterior Lesion re. und li.  

ACG/ re.  cranial  

Art. humeri gleiten nach caudal --.  

Muskeltonus :  M. pectoralis min., maj.re. und li.++, M. Subclavius re. ++ M.Trapezius re. / li. ++  Spannung der gesamten po- sterioren und lateralen Armfaszie

  

Art. Humeroradialis/ Dysfunktion in Posteriorität  

Art. radioulnaris distalis/ Gleiten nach anterior und posterior eingeschränkt  

Art. Radiocarpalis/ Os lunatum in Posteriorität  

Alle vier Diaphragmen in Lesion  Behandlun alle vier Diaphragmen mit direkten, indirekten und Energietechniken  

Alle Blätter der Halsfaszie in Dysfunktion  

Ligg. sternopericardiacum in Dysfunktion  

Lungen Mob. - -   

Leber in seiner Mobilität und Motilität eingeschränkt.    

Omentum min. und Lig phrenicogastrikum in Dysfunktion  

Duo. II in Dysfunktion, Lig. Hepatoduodenale in Dysfunktion  

Lig. Pubuvesicale in Dysfunktion re. > li.

 Membrana obturatoria re. ++  

Lision der Sutura squamosa re., Sutura parieto mastoidea re., Sutura occipito mastoidea re.  

M. temporalis re., M. masseter re.,

M. pterügoideus med. re.  

Os temporale in Innenrotation  

Dura mater spinales Restrektion in obere BWS   





Osteopathische Dysfunktionen

 

2. Behandlung

HWS/ Lordose ++   

LWS  Lordose ++ , Os sacrum in Nutation.  

BWS/ Kyphose++ .

Rippen/ Der gesamte Thorax ist in Inpiration Stellung und von Mob. sehr eingeschränkt.

Die Costosternalgelenke sind komprimiert und gereizt. Triggerpunkte im 1.- 7. ICR Mobilisation der Rippen in drei Ebenen.

Bechandlung der Pleura und Recessi.  

Lesion der Ligg. Vertebropleurale, Kostopleurale und Transversopleurale re  .> li Behandlung Ligg. Susoensoria der Cupula pleure

SCG/ In poterior Lesion re. und li.  

ACG/ re.  cranial  

Art. humeri gleiten nach caudal --.  

Muskeltonus :  M. pectoralis min., maj.re. und li.++, M. Subclavius re. ++ M.Trapezius re. / li. ++  Spannung der gesamten po- sterioren und lateralen Armfaszie

  

Art. Humeroradialis/ Dysfunktion in Posteriorität  

Art. radioulnaris distalis/ Gleiten nach anterior und posterior eingeschränkt  

Art. Radiocarpalis/ Os lunatum in Posteriorität  

Dysfunktion des Thorakoabdominales Diaphragma  in Expiration Entspannung des Zwerchfels

Alle Blätter der Halsfaszie in Dysfunktion  

Ligg. sternopericardiacum in Dysfunktion  

Lungen Mob. - -   

Leber in seiner Mobilität und Motilität eingeschränkt.   Fasziale Mobilisation der Leber in den 3 Ebenen, allgemeine Entspannungstechnik für die Leber ,

Omentum min. und Lig. phrenicogastrikum in Dysfunktion Mobilisation von Omentum min. und Lig. phrenicogastrikum

Duo. II in Dysfunktion, Lig. Hepatoduodenale in Dysfunktion  

Lig. Pubuvesicale in Dysfunktion re. > li.

 Membrana obturatoria re. ++  

Lision der Sutura squamosa re., Sutura parieto mastoidea re., Sutura occipito mastoidea re.  

M. temporalis re., M. masseter re.,

M. pterügoideus med. re.  

Os temporale in Innenrotation  

Dura mater spinales Restrektion in obere BWS   




Osteopathische Dysfunktionen

 

3. Behandlung

HWS/ Lordose ++  Mobilisation Der HWS  

LWS  Lordose ++ , Os sacrum in bilateraler Nutation. Mobilisation LWS und  Os sacrum in die Contranuttation.

BWS/ Kyphose++ Mobilisation BWS in die Ex.

Rippen/ Der gesamte Thorax ist in Inpiration Stellung und von Mob. sehr eingeschränkt.

Die Costosternalgelenke sind komprimiert und gereizt. Triggerpunkte im 1.- 7. ICR Mobilisation der Rippen in drei Ebenen.

Bechandlung der Pleura und Recessi.  

SCG/ In poterior Lesion re. und li.  

ACG/ re.  cranial  

Art. humeri gleiten nach caudal --.  

Muskeltonus :  M. pectoralis min., maj.re. und li.++, M. Subclavius re. ++ M.Trapezius re. / li. ++  Spannung der gesamten po- sterioren und lateralen Armfaszie

 Entspannen der Hypertonen Muskulatur   

Art. Humeroradialis/ Dysfunktion in Posteriorität  

Art. radioulnaris distalis/ Gleiten nach anterior und posterior eingeschränkt  

Art. Radiocarpalis/ Os lunatum in Posteriorität  

Alle Blätter der Halsfaszie in Dysfunktion Denen und Entspannen der Halsfaszien

Ligg. sternopericardiacum in Dysfunktion  

Leber in seiner Mobilität und Motilität leicht eingeschränkt.   Fasziale Mobilisation der Leber in den 3 Ebenen, Kompression der Leber ,

Duo. II in Dysfunktion, Lig. Hepatoduodenale in Dysfunktion Mobilisation Duo II, Entspannung des Sphinters von Odi, Entspannung des , Lig. Hepatoduodenale

Lig. Pubuvesicale in Dysfunktion re. > li.

 Membrana obturatoria re. ++ Etspannung der Membrana obturatoria re. und Lig. Pubuvesicale.

Lision der Sutura squamosa re., Sutura parieto mastoidea re., Sutura occipito mastoidea re.  

M. temporalis re., M. masseter re.,

M. pterügoideus med. re.  

Os temporale in Innenrotation  

Dura mater spinales Restrektion in obere BWS   

Osteopathische Dysfunktionen



 

4. Behandlung

HWS/ Lordose +  

LWS  Lordose +  

BWS/ Kyphose+  

Leichte  Inpiration Stellung von  Thorax   

Art. humeri gleiten nach caudal --. Mobilisation nach caudal um die Ellevation zu verbessern.

Art. Humeroradialis/ Dysfunktion in Posteriorität Manipulation Radiusköpfchen nach anterior

Art. radioulnaris distalis/ Gleiten nach anterior und posterior eingeschränkt Mobilisation des Art. radioulnaris distalis und proximalis über die Weichteile.  

Art. Radiocarpalis/ Os lunatum in Posteriorität Manipulation Os. lunatum nach anterior

Lision der Sutura squamosa re., Sutura parieto mastoidea re., Sutura occipito mastoidea re. Mobilisation der eingeschrenkten Suturen.

M. temporalis re., M. masseter re.,

M. pterügoideus med. re. Enspannung der Weichteile  

Os temporale in IR Mob. In die AR

Dura mater spinales Restrektion in obere BWS  Mob der Dura mater spinalis.



9.  Auswertung des Therapierfolges

Die Auswertung  der Fragen (10 spezifischen Fragen) ergab:

Bezüglich des Schmerzempfindens während des Druckschmerztestes, ist eine deutliche Schmerzverbesserung zu erkennen. Die  Frage nach der subjektiven Einschätzung zum Erfolg der Behandlung, wurde von der Patientin als sehr gut bewertet.


10. Diskussion


10.1 Methoden / Ergebnisse

Die Ätiologie und Pathogenese der Epicondylopathia humeri radialis ist nicht genau definiert.   Der Name Epicondylopathia humeri radialis wird in der Medizin  als Oberbegriff für viele Probleme am lateralen Ellebogen benutzt. Eine bessere Differentialdiagnose wäre sehr hilfreich um eine geeignete Therapieform zu wählen. Diese ist wichtig im frühen Stadium, wäre von Bedeutung um Gewebeschädigungen an Periost, Sehnen, Kapsel, Bändern, Muskeln, Nerven zu vermeiden, dadurch könnte das chronisch werden von Epicondylopathia humeri radialis vermieden werden. Nicht selten bleiben viele Therapien erfolglos, da oft auf  bloße Vermutungen therapiert wird. Jeder Patient ist anders und die Entstehungsgeschichte dieser Erkrankung ist multifaktoriell bedingt. Der Patient sollte in parietalen, viszerale und kraniosakrale Systemen untersucht werden. Die Dysfuntionen in diesen Systemen können über den vaskulären, neurologischen, muskulären oder faszialen Weg zu einem Epicondylopathia humeri radialis führen. Dieser Fall zeigt eine Effektivität vier Osteopathischen Behandlungen einer Patientin mit Epicondylopathia humeri radialis. Unter anderem  beim letzten Gespräch berichtete die Patientin, dass sie seit der letzten Behandlung keine Migräneanfälle mehr hatte. Ich bin überzeugt das der Erfolg durch die ganzheitliche osteoparhische Behandlung zustande gekommen sein. Der Fall hat auch gezeigt dass es die Summe von mehreren Störungen im Körper zu der Epicondylopathia humeri radialis geführt hat. Der Körper hat Adaptation- und Kompensationsmöglichkeiten, der Verlust von diesen Fähigkeiten führt zu einer Erkrankung. Die Aufgabe der osteopathischen Behandlung den Patienten zu seiner Physiologie zurückzubringen damit ihm wieder diese Fähigkeiten zu Verfügung stehen.


In meiner Behandlung habe ich versucht zuerst die wichtigste Läsionen, die direkt oder indirekt mit dem Ellebogen in Verbindung stehen zu behandeln und dann die daraus resultierende Folgen. So wurden zuerst die folgenden Struckturen behandelt:

-OAA, da über den parasympathischen N. Vagus viele  wichtige Organe erreicht werden: quergestreifte Muskulatur von Larynx, Pharynx, Oesophagus, Herz, Respirationsorgane, Leber, Darmkanal (bis zur Flexura coli sinistra)  

- Diaphragmen, um auf vaskuläre Strukturen die sie durchtreten einen positiven Einfluss zu haben, aber auch um die  Mobilität der Lunge zu verbessern. Die Lunge ist über Lig. vertebropleurale mit C6 – Th1 und über Lig. transversopleurale mit  Proc. transversus C6 – C7 verbunden was auf  N. Radialis (C6- Th1) auswirken und dadurch die nervale Versorgung der Handextensoren beeinflussen kann. Die Lunge ist auch über das Lig. costopleurale an der 1. Rippe praktisch angehängt und kann zu Mobilitätverlust der Apertura thoracalis superior führen, was möglicherweise die arterielle Versorgung der oberen Extremität beeinflusst. Auch der venöse Abfluss kann, durch Kompressionen in diesem Bereich, für einen gestörten Metabolismus und damit für die Pathologien der Region, mit verantwortlich sein.

- Th 3 um die sympathische Innervation von Ellebogen zu verbessern.

- 1. Rippe um den venöse Abfluss und die arterielle Versorgung zu verbessern.

- Os Ilium, da es wichtige mechanische Beziehungen hat, wie z.B.  Faszien des kleinen Beckens und Abdomen zum Zwerchfell, von Zwerchfell zu Perikard, Mediastinum und zur Pleura, von der tiefen zervikalen Aponeurose zur HWS und zum Schädel. Verbindung zum Kopf über Dura mater spinalis, Lig. longitudinalia anterius und posterius, myofasziale Kette der Rückenmuskulatur.

- Leber, eine Dysfunktion in Leberbereich kann über die abnormale Spannung des Zwerchfells, untere Rippen, Th6 - Th9 (Sympathikus) oder Dysfunktion der OAA / vordere Halsfaszie (N. Vagus) entstehen. Die vergrößerte Leber könnte für einen gestörten Metabolismus stehen, der die lokale Situation am Epicondylus humeri radialis zusätzlich negativ beeinträchtigt.



10.2 Schlussbetrachtung und Ausblick

Aus dieser Einzelfallstudie lässt sich nicht die Verallgemeinerung ableiten, dass Osteopathie bei Epicondylopathia humeri radialis die Schmerzintensität verbessern, bzw. beseitigen kann. Weitere, groß angelegte kontrollierte  osteopathische Studien müssten folgen, um genau zu zeigen, was Osteopathie bewirken kann und inwiefern Osteopathie eine erfolgbringende Therapiemaßnahme darstellt und eventuell sogar kostspielige und manchmal sogar unnötige  Operationen abwenden kann.



11. Anhang


12. Literaturverzeichnis

Es wurden veröffentlichte Studien, Dissertationen und Bücher berücksichtigt.


1) Schiebler, T.H.; Schmidt, W. (1987) Lehrbuch der gesamten Anatomie des

Menschen, 4. Auflage.


2) H. Frick, H. Leonhard, D. Starck unter Mitwirkung von W. Kühnel und R. Putz

Taschenbuch der gesamten Anatomie – Band 1, überarbeitete 4., Auflage


3) Mittelfristige Ergebnisse nach Behandlung durch die offene und endoskopische Operation nach Hohmann  Dekan: Prof. Dr. med. G. Muhr, Referent: PD Dr. med. F. Rubenthaler, Korreferent: PD Dr. med. Christian W. Schinkel


4) Torsten Liem, Tobiask K. Dobler Leitfaden Osteopatie ( parietale Techniken) 2 Auflage


5) Serge Paoletti Faszien  


6) Eder, M.; Gedigk, P. (1990: Allgemeine Pathologie und pathologische

Anatomie. 33. Auflage.


7) Roles, N. C.; Maudsley, R. H.: Radial tunnel syndrome. J. Bone Joint Surg.

(1972); 54 B:499-508


8) Beenisch, J., Wilhelm, K. (1985). Die Epicondylitis humeri lateralis,

Ätiopathogenese und Behandlungserfolg.


9) Dahmen, G. (1968). Physiologische und pathologische Veränderungen des

Bindegewebes Ergebnisse der Chirurgie und Orthopädie


10) Ergebnis der Einmalbehandlung mit der elektrohydraulischen Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie bei Epicondylitis humeri radialis. Dekan : Prof. Dr. med. G. Muhr Referent : Prof. Dr. med. R. Schleberger Koreferent : Prof. Dr. med. R. Smektala


11) T. Liem, T.K. Dobler, M. Puylaer (Hrsg.) Leitfaden Viszerale Osteopathie


12) T. Liem. Kraniosakrale Osteopathie 3 Auflage


13) Mathias Bähr, Michael Frotscher. Duus` Neurologisch-topische Diagnostik


14) H. Frick, H. Leonhard, D. Starck unter Mitwirkung von W. Kühnel und R. Putz

Taschenbuch der gesamten Anatomie – Band 2, überarbeitete 4., Auflage













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